Essen und Gefühle

Was dein Gewicht mit deinen Gefühlen zu tun hat

Die Antwort auf diese Frage ist im besten Falle: nichts 🙂  Denn unser Organismus ist auf Essen als lebenserhaltende Maßnahme ausgelegt. 

Wie natürliches Essen aussieht

Wie das aussieht, kannst du bei Tieren in freier Wildbahn beobachten. Der Vergleich sei mir gestattet, denn biologisch gesehen sind wir ja Säugetiere.

wilde Tiere haben ihr natürliches Gewicht

Stell' dir also eine Herde wunderschöner wilder weisser Pferde vor, die durch das flache Wasser des Rhônedeltas in der französischen Camargue galoppiert. Oder eine kleine Gruppe Rehe, die am dämmrigen Waldrand grast, immer mit gespitzten Ohren und dann und wann schnuppernd, ob Gefahr droht.

Oder ruf' das Bild eines Jaguars in deinen Kopf, der still und hellwach auf der Lauer liegt, um ein Beutetier zu reissen.

Hast du auf einem von diesen inneren Bildern ein dickes Tier gesehen? Ziemlich sicher nicht. Tiere in freier Wildbahn haben kein Gewichtsproblem.

Anders sieht es übrigens im Zoo aus; da futtern sich manche Tiere einen Bauch an, wenn sie genug Futter dafür bekommen. Auch bei Haustieren, zum Beispiel dem dicken Dackel des Nachbarn, sieht man schön öfter mal richtiges Übergewicht. 

Warum ist das so? Ein Tier in einem Zoo lebt in Gefangenschaft. Und der Dackel des Nachbarn auch, selbst wenn er geliebt und gehätschelt wird. Die meisten Hunde z.B. leben kein Hundeleben, weil wir Menschen keine Hundepsychologie verstehen.

Das erzeugt Stress. Und wenn dann noch das Nahrungsangebot zu groß und nicht unbedingt hunde-gemäß ist, ist das Ende vom Lied ein dicker Dackel...

Negative Gefühle erzeugen Stress

Bääääääääh... schon wieder Stress... der muss aber auch für alles herhalten... Ja, muss er auch 🙂   Denn ALLE negativen Gefühle verursachen Stress.

Und damit sind wir beim zentralen Punkt dieses Artikels: den Gefühlen. 

Die heutige Studienlage bestätigt: Schlafmangel begünstigt Übergewicht (1), Stress begünstigt Übergewicht (2).

Kühlschrank plündern aus Langeweile

Vielleicht kennst du so eine Situation: Es ist Abend. Du fühlst dich nach deinem anstrengenden Tag irgendwie müde und ein bisschen leer. Auf einmal poppt das Bild von dem leckeren Stracciatella-Eis in deinen Kopf, das du gestern gekauft hast.

Du hattest dir vorgenommen, die Packung erst am Wochenende beim Essen mit deinen Freunden zu öffnen. Aber jetzt zieht es dich magisch an. "Ich probier' einfach nur ein Löffelchen davon" flüstert eine innere Stimme dir zu. "Ein Löffelchen schadet ja nicht". 

Wie von einem unsichtbaren Gummiband gezogen gehst du zum Kühlschrank und holst die Packung aus dem Gefrierfach. Das Wasser läuft dir im Munde zusammen. Du öffnest die Packung, nimmst einen Löffel Eis heraus, nimmst ihn in den Mund... mmmmmh, so süß! So weich! So lecker! 

Doch zack!, ist da der nächste Gedanke. "Du Niete! Du hast es wieder nicht geschafft, konsequent zu bleiben! Du kriegst aber auch gar nichts auf die Reihe!" beschimpft dich dieser Gedanke, diese innere Stimme.

Schlagartig fühlst du dich richtig schlecht. Schuldgefühle, Scham, Traurigkeit schießen hoch. Du schaffst es ja sowieso nicht, dich zu beherrschen. Klappt ja eh nie. Dann ist es jetzt auch egal. Und nimmst die Packung Stracciatella-Eis mit ins Wohnzimmer, um dich damit vor dem Fernseher zu trösten...

Diese Szene ist nur eine der vielen Möglichkeiten, wie Gefühle, vor allem negative Gefühle, unser Essverhalten beeinflussen.

Was ist emotionales Essen?

In den letzten Jahren ist dafür der Begriff vom emotionalen Essen entstanden. Extremformen davon sind Bulimie und Binge-Eating, die man auch als Esssucht bezeichnen könnte.

Aber milde Formen von emotionalem Essen kennen viele Menschen.

Wir essen, weil wir traurig sind, ärgerlich, weil wir Schuldgefühle haben oder aus Langeweile. Wir essen, um uns zu beruhigen und zu trösten. 

Leider hat dieses Essen nichts mit den wirklichen Bedürfnissen unseres Körpers zu tun, sondern damit, als negativ empfundene Gefühle nicht mehr fühlen zu wollen.

Wir versuchen, unsere Traurigkeit, unseren Ärger oder unser Gefühl von innerer Leere buchstäblich wegzuessen.

Und das klappt ja auch ein Stück weit! Warum? Weil negative Gefühle Stress im Körper erzeugen. Und diesen Stress wollen wir vermeiden.

Stress, gerade der Dauerstress, unter dem viele von uns stehen, stört die Energiezufuhr des Gehirns.

Das Gehirn braucht Zucker

Das Gehirn nämlich, als oberste "Schaltzentrale" des Körpers, benötigt besonders viel Energie (= Glukose, in die der größte Teil unserer Nahrung umgewandelt wird). Es wiegt nur ca. 2% des gesamten Körpers, verbraucht aber 50% der Energie!

Unter Stress ist der Glukose-Zustrom ins Gehirn erschwert. Das Gehirn bekommt nicht genug Nahrung, um gut zu funktionieren. Also "ruft" es nach mehr Essen. Und damit es schneller geht mit der Glukose, gerne mal nach Süßem und / oder Fettigem...

Also futterst du, wenn du irgendeine Art von Stress hast. Und fühlst dich danach irgendwie zufrieden, selbst wenn du unzufrieden mit dir bist, weil du das ganze Stracciatella-Eis aufgegessen hast.

Die Lösung des Dilemmas

Wie kommst du nun aus dieser Falle 'raus? Ganz bestimmt nicht mit Diäten. Sondern

• damit, negative Gefühle zu befrieden. Und das kannst du z.B. mit meiner Lieblingstechnik EFT erreichen. Mehr dazu findest du hier.

• mit Stressabbau. Sauna, Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobsen und Meditation sind einige der Methoden, die dir dabei helfen können. Und natürlich das Befrieden von negativen Gefühlen 🙂

• indem du dich mehr und mehr annimmst, so, wie du bist. Auch das baut Stress ab, diesen grundlegenden "ich bin nicht ok, so wie ich bin"-Stress. Hierüber kannst du mehr in diesem Artikel von mir lesen.

Wie geht es dir mit diesem Thema? Wenn du Lust hast, hinterlasse einen Kommentar hier unter diesem Artikel - ich freue mich auf Austausch mit dir!

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(1) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55433/Warum-Schlafmangel-dick-macht

(2)http://news.doccheck.com/de/17667/ubergewicht-durch-stress-fettverteilung-im-fokus/ [Anmerkung: Im Artikel wird von Glukokortikoiden gesprochen. Das wichtigste davon ist Cortisol, neben Adrenalin das bekannteste Stress-Hormon.]

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