Warum Nein sagen nicht Krieg führen heisst

Meine Eltern stritten sich viel. Ein Wort gab das andere, bis sie sich anschrien. Jeder schleuderte dem anderen sein “NEIN” ins Gesicht, wollte nicht nachgeben, bis mein Vater sich wütend und verletzt ins Schweigen zurückzog und meine Mutter ebenso getroffen weinend in ihr Zimmer flüchtete. 

Krieg.

Streit kann zerstörerisch sein

Und vor diesem Krieg hab’ ich heute noch unwillkürlich Angst. Schon entscheidend weniger, weil ich viel davon aufgelöst habe. Ein mulmiges Gefühl ist aber immer noch da, wenn es Streitsituationen gibt. Kennst du das? Wie geht es dir damit? Lebst du so einen - oder einen ähnlichen Krieg selber? Oder vermeidest du ihn - aus ähnlichen oder anderen Gründen wie ich?

Nein Sagen muss nicht immer
Krieg bedeuten

Denn ich durfte erst lernen, dass Nein sagen nicht immer zum Krieg führen muss.

Nein sagen heisst nicht ’rumschreien, heisst nicht blind auf unser vermeintliches Recht beharren und für die Argumente anderer taub sein.

Nein sagen heisst zu dir stehen. 

Steh zu dir wie ein Baum

Stell’ dir einen Baum vor: er flüchtet nicht, er greift nicht an. Er steht. Er ist bei sich. Er ist. 

Und so kann Nein sagen eben auch sein - ruhig, klar, bestimmt, souverän. Wenn du weisst, wo deine Grenzen sind, und wenn die Meinung der anderen nicht mehr wichtiger ist als deine eigene.

3 Wege zu besserem Streiten

Und wie könntest du da hinkommen?

1. Atmen

Wenn wir in eine Situation geraten, wo unsere Grenzen durch die Meinung oder den Wunsch eines anderen Menschen herausgefordert werden, haben wir die Tendenz, sofort reflexartig zu reagieren: durch Verteidigung unserer Grenze oder ihre Öffnung.

Statt dessen kannst du erstmal einen, zwei… drei… tiefe Atemzüge nehmen. Wenn du auf deinen Atem achtest, bist du bei dir. Und nicht bei der ’Gefahr’, die da gerade droht. Immerhin steht da kein Säbelzahntiger vor dir, da brauchst du die schnellen Reflexe nicht wirklich 😉

Durch das Atmen hast du etwas Raum geschaffen. Für deinen Verstand, der auf diese Weise kurz analysieren kann, welche Reaktion nun angemessen ist. Für das Fühlen deiner Gefühle, die wenig mit der Situation und viel mit deinen Mustern zu tun haben. Und dadurch Raum für deine angemessene Reaktion auf die Situation. 

2. Rausgehen

Wenn Atmen nicht reicht und du dich in dieser gefühlsbeladenen Situation immer noch überfordert fühlst - geh’ raus! Du kannst es ankündigen: “Ich komm’ grad’ nicht klar mit dieser Situation, ich ziehe mich jetzt kurz zurück, bin gleich wieder da.”  Das ist kein Vorwurf und keine eisige Blockade, sondern zeigt dem anderen, dass du für dich und auch für die Situation deinen Teil der Verantwortung übernimmst.

Einen Moment Abstand nehmen

Manchmal hilft es, einmal um den Block zu gehen. Manchmal, sich irgendwohin zurückzuziehen, wo mensch 5 Minuten ungestört sein kann (notfalls auf der Toilette). Hauptsache, du kommst aus der Situation ’raus!



3. Selbstcoaching

Und wenn das noch nicht reicht, kannst du dich selbst wirksam unterstützen. Hier findest du eine Anleitung zu der sehr kraftvollen Selbstcoaching-Technik EFT. Mit dieser Methode kannst du direkt mit deinem limbischen System arbeiten, sprich dem emotionalen Teil deines Gehirns, und dort überschießende und behindernde Gefühle befrieden. 

Du kannst die Methode anwenden, während du an deinem Rückzugsort bist, und sogar im Gehen.

Hast du für dich Möglichkeiten gefunden, dich nicht vom Streit "hochschießen" zu lassen? Teil' sie gerne mit uns im Kommentar!

Der Austausch mit dir ist mir wichtig. Ich möchte Artikel schreiben, die dich angehen! Deshalb würde ich mich sehr über ein Feedback von dir freuen, in den Kommentaren oder auch per mail. 

P.S. zum Vormerken: am 30.10. startet mein 5-Tage-Gratis-Kurs ’Mut zum Nein’ für dich. 5 Tage, 5 kleine Aufgaben per e-mail, 5 Videos in einer geschlossenen Facebook-Gruppe. Eine spannende Entdeckungsreise hin zu deiner authentischen Kraft! 

Hier gibt es noch genauere Infos und die Möglichkeit, Dich anzumelden - einfach auf's Foto klicken:

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P.P.S.: Hab' Freude auf dem Weg zu dir!

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