Selbstliebe und Veränderung - ein Widerspruch?

Das Selbstliebe-Paradox. Warum es sich nicht ausschließt, dich so zu mögen, wie du bist, und dich zu verändern

Was denn nun? Soll ich mich so lieben wie ich bin oder mich verändern?

Das habe ich mich gefragt, als ich dem Selbstliebe-Paradox zum ersten Mal begegnet bin.

Wie sollte das denn gehen?

Andauernde Selbstkritik schadet dir

Ich hatte verstanden, dass es mir nicht gut tut, mich andauernd für irgendwas zu kritisieren. 

Viele Frauen mögen ihren Körper nicht. Die Nase ist zu groß oder klein, die Haare sind lockig, wo sie doch glatt viel schöner wären - oder glatt, wo Frau sich lockige Haare wünscht. Die Beine sind zu dick, manchmal auch zu dünn. 

Bei mir war’s von 16 bis 25 Jahren mein Gewicht. In der Zeit nahm ich von 55 auf 69 kg zu und machte x Diäten. Bis ich meine Lektion gelernt hatte und mich mit meinem Zustand entspannte. Mit den Diäten aufhörte. Da begann mein Gewicht langsam, aber stetig zu sinken.

Irgendwas ist halt immer. Und wenn’s das neue Pickelchen am Kinn ist 😉

Diese andauernde Selbstkritik, das immerwährende anders sein Wollen, ist natürlich nicht die Haltung, die wir als unsere beste Freundin hätten. Wenn wir uns lieben würden, wie wir sind, würde das eben auch bedeuten, zu uns und unseren Haaren, unserer Nase und zu unseren eventuellen Fettröllchen zu stehen.

Falsch verstandene Selbstliebe

Der Einwand ist dann im ersten Moment: wenn ich mich so liebe, wie ich bin, muss ich mich ja auch nicht mehr verändern… dann bleibe ich ja so dick, dünn, unordentlich… eben un-optimiert, wie ich bin.

Da kommt vielleicht Protest in dir auf: das will ich aber doch nicht! Das lehne ich ab!

Und da liegt der Kern des Problems. Wenn du dir vorstellst, dass jemand im Aussen dir sagt: du bist nicht richtig, wie du bist, du bist zu dick, du bist nicht ordentlich genug, du machst nicht genug Sport, du ziehst dich zu sehr zurück… oder was auch immer: was macht das mit dir?

Könnte es sein, dass dich das wütend macht oder zumindest ärgerlich?

Der Ursprung des inneren Kritikers

In unserem Leben waren es meistens die Eltern, die in unserer Kindheit solche Dinge zu uns gesagt haben. Denk’ mal zurück, was hast du von deinen Eltern gehört?

Glaubenssätze - Widerhall der Stimmen unserer Eltern

Meine Eltern kritisierten vor allem meine Unordnung - und ich bin heute noch unordentlich.

Und so ist es bei vielen von uns. Wir haben die Stimmen unserer Eltern in uns aufgenommen und kritisieren uns jetzt, als Erwachsene, an Eltern statt. 

Gewalt erzeugt Gegengewalt. Zwang erzeugt Auflehnung.

Nun ist es oft so, dass wir uns gegen unsere Eltern nicht wirklich aufgelehnt haben. Es auch oft gar nicht konnten. Der Ärger, die Wut über die Bevormundung blieb in uns. Und wir mussten gehorchen (das fand natürlich bei jeder in anderer Ausprägung und Varianz statt).

Als Erwachsene müssen wir nicht mehr gehorchen.

Jetzt kommt es auf die Stärke unserer „inneren Eltern“ an, wie wir handeln, auf diese Stimme, die auch als innerer Kritiker bezeichnet wird. Je nachdem wie diese Stimme ausgeprägt und ausgeformt ist, fechten wir mehr oder weniger Kämpfe in unserem Inneren aus.

Scheinbar ist in diesem Bereich auch die Vernunft zu finden. Meist gehört  das „du sollst“, „du musst“ und „du darfst nicht“ aber zu unseren Glaubenssätzen, die wir von Eltern und anderen Erziehenden aus unserer Kindheit gelernt haben.

Gleichzeitig - denke an den Satz „Gewalt erzeugt Gegengewalt“ - ist es nur natürlich, dass sich etwas in dir auflehnt, wenn du versuchst, dich zu etwas zu zwingen.

Rainers Geschichte 

Bei einem Abendseminar war Rainer dabei. Er kam mit einem „kleinen Problem“: Seit über einem Jahr hatte er sich vorgenommen, seinen Keller aufzuräumen, den er selbst als „Messie-Keller“ beschrieb. 

Und er tat es nicht.

Er nahm es sich vor, schrieb sich Zettel, trug ganze Wochenenden dafür in seinen Kalender ein, bat seine Frau, ihn daran zu erinnern. Dennoch tat er es nicht.

Ich fragte ihn, wie er sich damit fühlte. „Schlecht“, war die Antwort. „Ich werfe es mir vor. Ich bin so wütend auf mich, dass mir manchmal ganz übel wird.“ Er beschrieb, wie er sich kritisierte und beschimpfte. 

Er nannte sich in seinen Selbstvorwürfen einen Versager und Schlimmeres. Er lehnte sich selbst ab.

Nun lösten wir diese ganze Selbstkritik und den Selbstvorwurf auf, bis Rainer mit gutem Gefühl sagen konnte, dass er sich auch mit Messie-Keller akzeptiert (das taten wir übrigens mit der extrem wirkungsvollen Klopfakupressur EFT).

Eine Woche später rief er mich an und erzählte mir mit richtiggehend glücklicher Stimme, dass er am Wochenende mit Lust und Elan seinen ganzen Keller entrümpelt und aufgeräumt hatte.

„Es fühlte sich an, als sei ein dicker Eisendeckel von meiner Bereitschaft, im Keller Ordnung zu schaffen, weggenommen worden! Auf einmal fühlte es sich ganz normal und vernünftig an, es zu tun. Ich freute mich sogar darauf. Verrückt! Es war ein richtig tolles Wochenende - das hätte ich nie gedacht!“

Der unbewusste Kampf:
Kritiker gegen Schweinehund

Selbstkritik erzeugt Widerstand(1)

Was war passiert? Die nach innen geholten Eltern-Stimmen, der innere Kritiker von Rainer, hatten durch ihren Druck einen Widerstand erzeugt, der stärker war als die kritisierende und urteilende Instanz. Ihm war nicht beizukommen. Es schien ein trotziges Kind dazusitzen, das die Arme vor der Brust verschränkt hat in einer Geste von „Du kannst mir gar nix!“

Das ist übrigens der Anteil in dir, der auch als innerer Schweinehund bezeichnet wird. Vielleicht kennst bist du ihm schonmal begegnet 😉

Erst wenn die Eltern-Stimmen, der innere Kritiker verstummen, weicht der Widerstand auf. Er ist nicht mehr nötig. Statt zu kämpfen, kannst du das akzeptieren, was ist und dich auch damit mögen und wertschätzen. Eben Deine beste Freundin sein...

Selbstliebe und zur Veränderung - ein schönes Paar

Selbstliebe - Tor zur Veränderung

Und so wird der Weg frei zu dem, was dein gesundes Ich will - z.B. eine ordentliche, schöne Atmosphäre um dich herum, einen aufgeräumter Keller, ein Körpergewicht, das sich gut anfühlt oder Freude an der Bewegung.

Stehst du vor diesem Paradox? Hast du einen inneren Kritiker oder Glaubenssätze, gegen die du bewusst oder unbewusst kämpfst? 

Wenn du Hilfe beim Auflösen solcher Hindernisse möchtest, die deinen Lebensweg verbauen, dann trag’ dich hier für ein kostenloses Scheinwerfer-Gespräch ein. In diesem Gespräch beleuchten wir, wo du stehst und wie dein Weg in eine Veränderung voller Selbstliebe führen kann.

Kennst du das Selbstliebe-Paradox auch? Wie tritt es in deinem Leben auf? Und wie stehst du dazu? Ich würde mich über einen Kommentar von dir freuen!

Was denn nun? Soll ich mich so lieben wie ich bin oder mich verändern?


Das habe ich mich gefragt, als ich dem Selbstliebe-Paradox zum ersten Mal begegnet bin.


Wie sollte das denn gehen?

Ich hatte verstanden, dass es mir nicht gut tut, mich andauernd für irgendwas zu kritisieren. 


Viele Frauen mögen ihren Körper nicht. Die Nase ist zu groß oder klein, die Haare sind lockig, wo sie doch glatt viel schöner wären - oder glatt, wo Frau sich lockige Haare wünscht. Die Beine sind zu dick, manchmal auch zu dünn. 


Bei mir war’s übrigens von 16 bis 25 mein Gewicht. In der Zeit nahm ich von 55 auf 69 kg zu und machte x Diäten. Bis ich meine Lektion gelernt hatte und mich mit meinem Zustand entspannte. Mit den Diäten aufhörte. Da begann mein Gewicht langsam, aber stetig zu sinken.


Irgendwas ist halt immer. Und wenn’s der neue Pickel am Kinn ist.


Diese andauernde Selbstkritik, das immerwährende anders sein Wollen, ist natürlich nicht die Haltung, die wir als unsere beste Freundin hätten. Wenn wir uns lieben würden, wie wir sind, würde das eben auch bedeuten, zu uns und unseren Haaren, unserer Nase und zu unseren eventuellen Fettröllchen zu stehen.


Der Einwand ist dann schon im ersten Moment: wenn ich mich so liebe, wie ich bin, muss ich mich ja auch nicht mehr verändern… dann bleibe ich ja so dick, dünn, unordentlich… eben un-optimiert, wie ich bin. 


Da kommt vielleicht Protest in dir auf: das will ich aber doch nicht! Das lehne ich ab!


Und da liegt der Kern des Problems. Wenn du dir vorstellst, dass jemand im Aussen dir sagt: du bist nicht richtig, wie du bist, du bist zu dick, du bist nicht ordentlich genug, du machst nicht genug Sport, du ziehst dich zu sehr zurück… oder was auch immer: was macht das mit dir?


Könnte es sein, dass dich das wütend macht oder zumindest ärgerlich?


In unserem Leben waren es meistens die Eltern, die in unserer Kindheit solche Dinge zu uns gesagt haben. Denk’ mal zurück, was hast du von deinen Eltern gehört?


Meine Eltern kritisierten vor allem meine Unordnung - und ich bin heute noch unordentlich.


Und so ist es bei vielen von uns. Wir haben die Stimmen unserer Eltern in uns aufgenommen und kritisieren uns jetzt, als Erwachsene, an Eltern statt. 


Gewalt erzeugt Gegengewalt. Zwang erzeugt Auflehnung.


Nun ist es oft so, dass wir uns gegen unsere Eltern nicht wirklich aufgelehnt haben. Es auch oft gar nicht konnten. Der Ärger, die Wut über die Bevormundung blieb in uns. Und wir mussten gehorchen (das fand natürlich bei jeder in anderer Ausprägung und Varianz statt).


Als Erwachsene müssen wir nicht mehr gehorchen.

Jetzt kommt es auf die Stärke unserer „inneren Eltern“ an, auf diese Stimme, die auch als innerer Kritiker bezeichnet wird. Je nachdem wie diese Stimme ausgeprägt und ausgeformt ist, haben wir mehr oder weniger innere Kämpfe in uns.


Scheinbar ist in diesem Bereich auch die Vernunft zu finden. Meist gehört  das „du sollst“, „du musst“ und „du darfst nicht“ aber zu unseren Glaubenssätzen, die wir von Eltern und anderer Erziehender aus unserer Kindheit gelernt haben.


Gleichzeitig - denke an den Satz „Gewalt erzeugt Gegengewalt“ - ist es nur natürlich, dass sich etwas in dir auflehnt, wenn du versuchst, dich zu etwas zu zwingen.


Bei einem Abendseminar war Rainer dabei. Er kam mit einem „kleinen Problem“: Seit über einem Jahr hatte er sich vorgenommen, seinen Keller aufzuräumen, den er selbst als „Messie-Keller“ beschrieb. 

Und er tat es nicht.

Er nahm es sich vor, schrieb sich Zettel, trug ganze Wochenenden dafür in seinen Kalender ein, bat seine Frau, ihn daran zu erinnern. Und tat es nicht.


Ich fragte ihn, wie er sich damit fühlte. „Schlecht“, war die Antwort. „Ich werfe es mir vor.“ Er beschrieb, wie er sich kritisierte und beschimpfte. 

Er nannte sich in seinen Selbstvorwürfen sogar einen Versager. Er lehnte sich selbst ab.


Nun lösten wir diese ganze Selbstkritik und den Selbstvorwurf auf, bis Rainer mit gutem Gefühl sagen konnte, dass er sich auch mit Messie-Keller akzeptiert.


Eine Woche später rief Rainer mich an und erzählte mir mit richtiggehend glücklicher Stimme, dass er am Wochenende mit Lust und Elan seinen ganzen Keller entrümpelt und aufgeräumt hatte.


„Es fühlte sich an, als sei ein dicker Eisendeckel von meiner Bereitschaft, im Keller Ordnung zu schaffen, weggenommen worden! Es war ein richtig tolles Wochenende - das hätte ich nie gedacht!“


Was war passiert? Die nach innen geholten Eltern-Stimmen, der „innere Kritiker von Rainer, hatten durch ihren Druck einen Widerstand erzeugt, der stärker war als die kritisierende und urteilende Instanz. Ihm war nicht beizukommen. Es schien ein trotziges Kind dazusitzen, das die Arme vor der Brust verschränkt hat in einer Geste von „Du kannst mir gar nix!“


Das ist übrigens der Anteil in dir, der auch als innerer Schweinehund bezeichnet wird. Vielleicht kennst bist du ihm schonmal begegnet 😉


Erst wenn die Eltern-Stimmen, der innere Kritiker verstummen, weicht der Widerstand auf. Er ist nicht mehr nötig. Statt zu kämpfen, kannst du das akzeptieren, was ist und dich auch damit mögen und wertschätzen.


Und so wird der Weg frei zu dem, was dein gesundes Ich will - z.B. eine ordentliche, schöne Atmosphäre um uns herum, ein aufgeräumter Keller, ein Körpergewicht, das sich gut anfühlt oder Freude an der Bewegung.


Stehst du vor diesem Paradox? Hast du einen inneren Kritiker oder Glaubenssätze, gegen die du bewusst oder unbewusst kämpfst? 


Wenn du Hilfe beim Auflösen dieser Hindernisse möchtest, die deinen Lebensweg verbauen, dann trag’ dich hier für ein kostenloses Scheinwerfer-Gespräch ein. In diesem Gespräch beleuchten wir, wo du stehst und wie dein Weg in eine Veränderung voller Selbstliebe führen kann.


Kennst du das Selbstliebe-Paradox auch? Wie tritt es in deinem Leben auf? Und wie stehst du dazu? Ich würde mich über einen Kommentar von dir freuen!

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